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Minfeld

Die Minfelder Ortsgruppe des Naturschutzverbandes Südpfalz e.V. wurde im
 Februar 1984 gegründet. Seither hat sich der Mitgliederkreis kontinuierlich auf 120 Personen erhöht. Vorsitzender ist Herr Werner Staat – er ist auch die Kontaktperson für Menschen die sich für die Arbeit der Ortsgruppe interessieren, mitarbeiten wollen oder anderweitig (Arbeitseinsätze, Spenden) unterstützen wollen.

Anschrift: Werner Staat, Limoursstraße 3 in 76872 Minfeld, Tel.: 07275-3745

Im Jahre 1992 wurde Minfeld als „Ökologisches Dorf“ ausgezeichnet – eine Ehrung, die sicherlich mit auf das Bemühen der NVS Ortsgruppe zurückzuführen ist.

Auch im Jahre 1997 erfuhr die Ortsgruppe besondere Anerkennung durch den Besuch der damaligen Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Frau Martini.

 

Natürlich sind die Naturschützer aus Minfeld auf vielerlei Art für den Naturschutz aktiv – im Laufe der Zeit haben sich aber auch folgende Schwerpunkte herauskristallisiert:

 

 

Schaffung und Wiederherstellung von Flachgewässern

Durch langjährige Planung und konsequente Durchführung konnten im Bereich Minfeld insgesamt 17 Feuchtbiotope für Amphibien geschaffen werden.

Im Prinzip gibt es auf diesen verbandsseigenen Grundstücken alles zu beobachten, was das Herz des Amphibienfreundes höher schlagen lässt: Springfrosch, Moorfrosch, Berg- und Teichmolch, Ringelnattern, Blindschleichen, Wasserschnecken und auch Bachkrebse, die hohe Anforderungen an die Wasserqualität Kaulquappen_WEBstellen.

 

 

 

 

 

Kaulquappen im Flachgewässer                                                                

 Im Sommer trocknen einige Tümpel weitgehend aus ...

Teiche im Winter_WEB

... und im Winter ruhen sie und sammeln Kraft für die nächste Saison

Die Rückkehr des Laubfrosches

Ein ganz besonderer Erfolg ist in den letzten
Jahren zu verzeichnen: die Rückkehr des Laubfrosches in die Bruchbach/Otterbach- Niederungen. Bis zum Jahre 2000 war dieser vom Aussterben bedrohte Frosch ganz aus der Umgebung verschwunden und konnte erstmals wieder im Jahre 2003 mit ca. 200 „singenden“ Männchen beobachtet werden.

Wer dieses einmalige Naturschauspiel einmal erleben möchte, kann mit Werner Staat einen Termin ausmachen. (aber erst wieder in der Saison 2007, versteht sich...)

 

An dieser Stelle sei auch die gute Zusammenarbeit von Landwirten, dem Forst und der NVS Ortsgruppe zu erwähnen – ohne diese Kooperation würden die Erfolge für die Natur eher dürftig aussehen.

Ein positives Beispiel, das sich so mancher „Hartriegel“, in anderen Regionen zu Herzen nehmen könnte...

Ein deutliches Zeichen unserer Arbeit ist die Ansiedelung eines brütenden Storchenpaares

Bereits im fünften Jahr zieht auf dem im Rahmen des Wiederansiedelungsprojektes von der FWG Minfeld erstellten Masthorst ein freilebendes Storchenpaar ihre Jungen auf. Der Ankauf und damit die langfristige Sicherung großer Grünlandflächen, das gute Nahrungsangebot durch unsere Feuchtbiotope und die durch die extensive Rinderhaltung des Angushofes schon früh kurz gehaltenen Wiesen machen diese erfreuliche Entwicklung erst möglich.

Storchennest
Jungstörche
Freilandrinder

Anlage von Streuobstwiesen

Die Ortsgruppe Minfeld hat in den letzten Jahren auf fünf Grundstücken mit dem Anlegen von Streuobstwiesen begonnen. Insgesamt bringt man es hier auf einen Bestand von 150 Obstbäumen, alles historische Sorten, wie sie schon seit 200 Jahren in der Pfalz beheimatet sind.

Wichtig ist dabei, dass verschiedene Sorten und Arten gepflanzt werden und dass es sich dabei um Hochstämme handelt, der ökologisch wertvollsten – aber mit viel Pflegearbeit verbundenen Methode  (regelmäßiges Mähen, Beschneiden der Bäume). Auf einem dieser Grundstücke befindet sich übrigens auch eine seltene, ca. 200 m lange Trockenmauer, die von der Ortsgruppe betreut wird und jedes Jahr viele verschiedene Eidechsen und Insekten    anzieht.               

Auf  dem Bild gut zu erkennen: der Obstbaumstreifen bildet die einzige Rückzugsmöglichkeit für Tierarten im landwirtschaftlich genutzten Raum

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Christbaum-Anbau und Verkauf

Immer wieder zur Weihnachtszeit machen z.B. große Baumärkte auf sich aufmerksam und bieten Christbäume zu Spottpreisen an. Diese Bäume werden früh geschlagen, in Kühlhäusern gelagert und dann auch noch durch halb Europa transportiert.

 Die Ortsgruppe Minfeld hat sich dieser Herausforderung gestellt und organisiert seit gut 10 Jahren den örtlichen Christbaum-Markt . Zu diesem Zweck werden auf der Ortsgemarkung Christbäume gezogen, die einer nachhaltigen Naturbewirtschaftung entsprechen und somit die Umwelt schonen – außerdem wird mit dem Erlös die Naturschutzarbeit in der Südpfalz unterstützt. Die Bevölkerung nimmt das Angebot sehr gerne in Anspruch , denn guter Service ist bei der Ortsgruppe Minfeld Ehrensache!

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