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Auf Initiative einiger Mitglieder der Ortsgruppe Kandel wurde eine Nisthilfe für Mauersegler angefertigt. Die Idee dazu
stammt, unter anderen, von unserem Mitglied Kurt Koch, der auch an der Umsetzung erheblichen Anteil hatte: von der Einholung der Zustimmung des Eigentümers des Gebäudes,
an dem die Installation erfolgen sollte, bis zur “Organi- sation†der Feuerwehrleiter war eine Fülle von Aktivitäten in kürzester Zeit abzuwickeln, denn die Mauersegler sind in aller Regel
sehr pünktlich: etwa am 1.Mai kommen sie bei uns an...
Der Nistkasten wurde in einem Samstags-Arbeitseinsatz unter Zuhilfenahme vorliegender Bauanleitungen von einigen Aktiven innerhalb weniger Stunden fertiggestellt. Die Halterungen mussten speziell in Auftrag gegeben werden, da es davon keine Normteile gibt. Die Installation wurde für
Sonntag, den 28.04.2002, angesetzt.
Das Wetter hielt, und so konnte diese spezielle Nisthilfe für Mauersegler (apus apus) wie vorgesehen planmäßig an der
Hardtmühle installiert werden. Das Gebäude befindet sich westlich des Naturfreundehauses in Kandel und ist - abgesehen von den Kirchtürmen - eines der höchsten Gebäude auf
Kandeler Gemarkung. Die Mauersegler, ursprünglich Felsenbrüter, brauchen hohe Steinwände und geeignete Nischen um
dort ihre Eier abzulegen. Eine Kolonie von diesen Vögeln befindet sich noch am ehemaligen Fabrikgebäude Just an der Kreuzung Rheinstr./Bahnhofstr./Hauptstraße in Zentrum von Kandel.
Die Vögel sind mit den Rauchschwalben, denen sie sehr ähnlich sehen, nicht verwandt; sie gehören zur Familie der
Segler. Diese Art ist so vollkommen an ein Leben im Flug angepasst, dass sie nur noch über kurze Beinstummel verfügt und außer zum Eierlegen, Brüten und zur Fütterung der Jungen
das ganze Leben ausschließlich in der Luft zubringt. Nahrungsaufnahme, Schlafen, ja selbst die Begattung findet im Flug statt.
Diese bemerkenswerten Vögel kommen jedes Jahr für ziemlich genau drei Monate aus Zentral- und Südafrika zu uns,
um hier innerhalb kürzester Zeit ihre Jungen großzuziehen. In der Regel treffen sie am 1. Mai hier ein, und am 1. August fliegen sie mit ihren inzwischen fast erwachsenen Jungen
wieder ab. Man kann leicht nachvollziehen, dass sie für die Suche nach einem geeigneten Nistplatz keine Zeit zu verlieren haben.
Durch fortschreitende Gebäude- und Dachsanierungen verlieren die schnellen Flieger jedoch immer mehr
Nistmöglichkeiten. Als ursprüngliche Felsenbrüter sind sie auf hohe Gebäude mit möglichst fensterlosen Wänden und ausreichend großen Nischen oder Simsen angewiesen.
Mit dieser Aktion will die Ortsgruppe Kandel den Versuch unternehmen, eine zusätzliche Nistmöglichkeit anzubieten und
ist sehr gespannt, ob und wie gut dieses zusätzliche Angebot von insgesamt 9 Brutkammern angenommen wird. 
Ohne die Mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr Kandel wäre diese Aktion nicht möglich gewesen, im Namen der Mauersegler gilt den Helfern unser Dank. Ebenso bedanken wir uns bei Firma David & Baader (DBK), die dafür zwei Verpackungskisten spendete und bei Firma W.t.v. in Kandel-
Minderslachen, die die (ebenfalls gespendeten) Wandhalterungen dafür speziell angefertigte. Nicht zuletzt sei den Eigentümern der Hardtmühle, Familie Günter, unser Dank
ausgesprochen, die eine solche Maßnahme an Ihrem Gebäude willkommen heissen!
Die Anbringung erfolgte gerade noch rechtzeitig: die ersten Mauersegler wurden – früher als üblich - bereits vor Ort
gesichtet, während die Aktion noch im Gange war. Vom Erfolg des Projekts werden wir zu gegebener Zeit berichten.
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