Gezielte Anleitungen zum Erleben der einzelnen Stationen erhalten Sie mit dem Laufzettel, den Sie hier nachstehend herunter laden können - am besten ein Exemplar für jeden Teilnehmer!

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Der Walderlebnispfad Ottersheim-Knittelsheim

Hintergrundinformation:  Der Waldlehrpfad Ottersheim-Knittelsheim entstand 1981 durch Initiative von Walter Kopf, Ottersheim, der alle 80 Informations- und Hinweistafeln selbst gestaltete und beschriftete. 1996 wurden die Tafeln von der Naturschutzgruppe "Blaukehlchen" (im NVS) unter seiner Leitung erneuert.
Nachdem inzwischen Schaukästen wieder in schlechtem Zustand waren und viele der handgeschriebenen Schilder deutliche Spuren des Zahnes der Zeit hatten, beschlossen Walter Frey und Christiane Hilsendegen im Jahr 2002, die Schilder zu erneuern.

 

Neues Konzept: Aus einschlägigen Recherchen war bekannt, dass klassische Waldlehrpfade - wie auch der hiesige Lehrpfad - an Anziehungskraft für Besucher weitgehend verloren haben, und daraus entstand die Idee, das Werk von Walter Kopf in veränderter Form fortzusetzen und den ursprünglichen Waldlehrpfad zu einem 3,2 km langen Walderlebnispfad umzugestalten.

 

Das  Konzept des Walderlebnispfades: da heute die meisten Naturinteressierten interaktive Stationen und kurze Texte ausführlichen Tafeln vorziehen, wurde von Christiane Hilsendegen in Anlehnung an Konzepte in amerikanischen Nationalparks und einigen wenigen naturpädagogischen Einrichtungen hier in Deutschland folgendes Konzept entwickelt: kurze Information mit hohem Erlebnischarakter verbinden, und gleichzeitig durch Bereitstellung von naturpädagogischen Materialien die Möglichkeit geben, bei Interesse gleich tiefer in die Materie einzusteigen.

 

Die Umsetzung dieses Konzeptes sah folgende fünf wesentliche Bausteine vor:

  • Holz-Schilder für 45 Baum- und Pflanzenarten, die nur die Namen tragen. Sie geben die Minimal-Information für den eiligen oder lesefaulen Besucher.
  • Einige wenige farbig gestaltete Info-Tafeln zu Themen wie "Leben im Ameisennest" oder "Wiesenbewässerung" oder "Baum des Jahres" geben detailliertere Informationen.
  • Für den sehr interessierten Besucher gibt es zu den Schildern einen Baum- und Pflanzenführer, der Auskunft gibt über Kennzeichen, Standortansprüche, Besonderheiten und vor allem über die Verwendung der Pflanzen sowohl im Handwerk als auch in der Naturheilkunde. Die Broschüre mit detaillierten Informationen zu den ausgeschilderten Baum- und Pflanzenarten kann bei den unten stehenden Personen vor Ort erworben bzw. ausgeliehen werden.
  • Hauptattraktion sind die 11 Naturerlebnisstationen mit hohem Aufforderungscharakter, an denen kleine und größere Wunder der Natur spielerisch erfahren und begriffen werden können. Eine gezielte Anleitung dazu gibt ein Laufzettel, der am Anfang dieser Seite zum Herunterladen bereit steht.
  • Forscher-Rucksäcke stehen zur Verfügung, um den Waldspaziergang zum Erlebnis zu machen, denn mit ihrem umfangreichen Inhalt kann man das Thema Wald genauer betrachten:
    Zwei Becherlupen und ein Fernglas geben den Durchblick.
    Mit verschiedenen vereinfachten Bestimmungsschlüsseln (Tiere in Altholz, Fraßgänge unter der Rinde, Bestimmungsschlüssel für Laub- und Nadelbäume) können Kinder selbstständig die Namen von den beobachteten Pflanzen und Tieren herausfinden. Damit nicht nur „hart gearbeitet“ wird, finden sich in jedem Rucksack Spielanleitungen wie die beiden Suche!-Listen, Wachsmalkreiden für Blätter- oder Rinden-Frottage und ganz besonders wichtig für alle kleinen Forscher: Gefäße zum Sammeln.

Station 1: Die Insektennistwand.

Von der Mauerbiene bis zur Goldwespe hat hier eine große Vielfalt von Insekten Einzug gehalten und ist bei sonnigem Wetter "live" zu beobachten.

Vom bloßen Konzept bis zum fertigen Walderlebnispfad war es noch ein weiter Weg, bei dem Walter Frey die ca. 90 Schilder und die Stationen anfertigte. Unterstützung hatte er beim Bau des Hochsitzes und der Insektennistwand von Schreiner Thomas Dörzapf.
Christiane Hilsendegen übernahm die inhaltliche Planung der 11 Stationen. Viele entstanden nach Vorlagen bereits bestehender Walderlebnispfade, einige wurden aber auch neu entworfen. Die Spielanleitungen, Fragestellungen oder Arbeitsaufträge auf den Stationen-Schildern regen zum aktiven Tun an und lassen die Stationen lebendig werden.

 

Um die finanzielle Seite, vor allem um die Werbung von Sponsoren, kümmerte sich der Vorsitzende des Naturschutzverband Südpfalz e.V., Gerd Kümmel (siehe Sponsorenliste am Ende dieser Projektseite). Die verbleibenden Kosten trägt der NVS.  Der tatkräftige Einsatz der Stammtischgruppe "Blaukehlchen" an drei Samstagen ermöglichte die Fertigstellung und Einweihung des Walderlebnispfades Ottersheim am 9. Mai 2004

Station 2: Der Barfußpfad. 

Mit geschlossenen Augen, aber barfuß, lassen sich die verschiedenen Teile des Barfußpfades ganz leicht erfühlen. Unerschrockene, die trotz kalter Witterung den Walderlebnispfad besuchen, können die unterschiedlichen Materialien mit Schuhen an den Füßen auch einfach “erhören”.



Zwischenbilanz:  innerhalb kürzester Zeit  wurde diese neue Attraktion Ottersheims sehr positiv aufgenommen und bereits von vielen Schulklassen, Kindergartengruppen und Familien besucht. Jedes Kind bekommt einen eigenen Laufzettel mit Fragen und Aufgaben mit, den es auf dem Weg durch die einzelnen Erlebnisstationen “abarbeiten” kann.
Die insgesamt verfügbaren 7 Rucksäcke sind gut geeignet für Schulklassen, aber auch eine Bereicherung für jeden Familienausflug auf dem Walderlebnispfad. Sie sind gegen ein Pfand (Personalausweis oder 40 Euro pro Rucksack) auszuleihen in Ottersheim bei:

 

Christiane Hilsendegen,  Waldstr. 42 a, Tel.: 06348/5362,    und                               
Walter Frey, Waldstr. 47, Tel.: 06348/1753.
Die Ausleihe ist kostenlos, aber gegen Spenden zur Pflege und Erweiterung unseres Rucksackangebotes wehren wir uns nicht! Außerdem würden wir sehr gerne erfahren, wie viele Besucher den Walderlebnispfad besucht haben und wie er ihnen gefallen hat. Über Ihre Rückmeldung, gerne auch per E-Mail, würden wir uns sehr freuen. Unsere Mail-Anschriften:  christiane.hilsendegen@gmx.de oder walter-frey@t-online.de.

Station 5: Der Hochsitz.

 

Von hier oben sieht man direkt in die Nester von verschiedenen Vögeln und kann die "Mieter" der Nistkästen im Umkreis des Hochsitzes mit dem Fernglas genau beobachten.

Danksagung:  Der Naturschutzverband Südpfalz e.V. bedankt sich für diese gelungene Initiative vor allem bei Christiane Hilsendegen und  Walter Frey, beide aus Ottersheim, die die Hauptarbeit geleistet haben und immer noch leisten. Unser Dank geht aber auch an alle, die dieses Projekt  finanziell und materiell unterstützt haben:
Kurt Kröper GmbH, (Ottersheim),  Landrat Dr. Fritz Brechtel (Germersheim),   Naturschutzgruppe "Blaukehlchen",   Gaststätte "Waldhaus" (Hochstadt),  Forstrevier Ottersheim,  Thomas Dörzapf u. Ludwig Ritter, Ludwig Benz (Ottersheim),  Dr. Weidele (Essingen),  Naturbau Uli Ehnes, (Knittelsheim),  Fa. Paul Gärtner, (Bellheim),  die Sparkasse Germersheim-Kandel sowie die VR Bank Südpfalz (Landau).

Wie kommen Sie zum WEP Ottersheim: von Landau über Offenbach nach Ottersheim kommend, an der ersten Kreuzung (wo die Durchgangsstraße nach rechts abknickt) nach links in die Waldstraße einbiegen. Kurz vor dem Ortsende kommen Sie an den Häusern von Christiane Hilsendegen bzw. Walter Frey vorbei.  Am Ortsende Parkmöglichkeit am rechten Straßenrand. Dort steht ein ausführliches Informationsschild mit dem unten abgebildeten Lageplan und gibt weitere Auskünfte.  Eine weitere Parkmöglichkeit (mit Möglichkeit zum Einkehren) befindet sich am anderen Ende des Waldlehrpfades Ottersheim-Knittelsheim, an der Knittelsheimer Mühle. Von dort sind die Stationen des Erlebnispfades nach etwa 1,5km Fußweg zu erreichen.